Bericht über die 5. Pilgeretappe von Schorndorf nach Urbach

Am Sonntag, 04.08.2019 fand die Etappe 5 - Berg und Tal - der Pilgerwanderungen statt. Sie führte von Schorndorf nach Remshalden über Berg und Tal statt. Ein Bericht von Sebastian Läpple.

Bei Kaiserwetter sind wir am Sonntag mit einem Pilgersegen und einem Segenslied direkt aus dem Gottesdienst in der Stadtkirche durch Pfarrer Kläger-Lißmann um 10:30 Uhr auf die Reise geschickt worden. 60 Pilgerinnen und Pilger sind dann durch die Stadt und über die Rems zum Ostlandkreuz auf eine Anhöhe gewandert. Passend zum Thema „Berg und Tal“ gab es Impulse zu glückseligen Bergzeiten (Bergpredigt), tiefen Tälern (Psalm 23) und Zwischenzeiten (Prediger 3), bei denen innere und äußere Übergänge spürbar wurden. Beim schweigenden Solopilgern im Wald bewegte der Text „Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“ Herz und Kopf der Läufer. Kurz nach 13:00 Uhr sind wir dann an unserer Pilgerkirche in Rohrbronn (Christuskirche) angekommen und mit Schatten, kühlen Getränken, Kaffee und Snacks während der Mittagspause verwöhnt worden. Frisch gestärkt viel uns der Aufbruch um 14:00 Uhr leicht. Nach einem kurzen Anstieg führte uns der Weg mit Blick übers Remstal direkt an der Waldtraufe zum Bauersberger Hof. Gegen 15:30 Uhr haben wir mit 66 Pilgern (+ 10 %) nach 12,5 km heil den Tisch des #entdeckerweg im Tal als Ziel erreicht und uns alle mit einem Pilgerlied und Segen verabschiedet. Im Anschluss war für die einen die Rückfahrt mit der S-Bahn und für die anderen das Verweilen im Bürgerpark mit kalten und heißen Getränken die erste Wahl.

Für alle Freunde der Statistik:
Interessant war, dass rund 30 % der Teilnehmer zum ersten mal im Leben gepilgert sind und 30 % schon an mehreren Etappen beim Pilgern im Remstal dabei war. Weitere 30 % waren schon auf anderen Pilgerwegen unterwegs und 10 % haben sich in den letzten 48 Stunden davor entschieden am Sonntag Pilgern zu gehen. Die Person mit der weitesten (geplanten) Anfahrt ist aus Tuttlingen angereist und die kurzentschlossenste Person hat um 9:00 Uhr am Sonntag ihrer schlafenden Familie die Brötchen und einen Zettel auf den Tisch gelegt: „Ich bin dann mal weg…“ und ist pilgern gegangen.

Sebastian Läpple