Pilgern im Stauferland - Bericht über 3. Pilgerwanderung im Remstal

Am Sonntag, 16. Juni 2019 fand die dritte Remstalpilgerwanderung statt. Sie führte von Schwäbisch Gmünd nach Lorch.

Bei angenehmen Pilgertemperaturen sind wir um 11.30 Uhr mit 32 Personen im Alter von ca. 1,5 Jahren bis 80 Jahre plus Stella (Hündin) am Löwenbrunnen vor demHeilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd gestartet. Das Wappen von Baden-Württemberg mit den 3 Löwen geht auf die Staufer zurück.
Nach einer gegenseitigen Begrüßung und nach einer Einführung zum Pilgern und zum
Pilgertag ging es in die St. Johanniskirche mit Kurzführung.
Pilgern ist nicht zielloses Umherwandern.
Pilgern ist der Aufbruch zu einem heiligen Ort.
Unser heutiges Ziel ist Lorch.
Die Johanniskirche entstand zur Zeit, als die Herrschaft der Staufer ihren Höhepunkt erreicht hatte und Friedrich II ab 1220 als Kaiser regierte. 1266 feierte der letzte Staufer Konradin in der Johanniskirche sein letztes Weihnachtsfest auf deutschem Boden. Ein besonderes Juwel ist die „Staufische Madonna“, von Steinmetzen aus der Lombardei im späten 12. Jahrhundert geschaffen.
Nach gemeinsamen Singen der ersten 3 Strophen vom Lied: Geh aus, mein Herz und suche Freud, dem gemeinsamen Sprechen von Psalm 104 sowie dem Pilgersegen gingen wir los.
Vor dem Prediger gab es noch einen Schluck Wasser von der Landeswasserversorgung Langenargen. Über den Marktplatz ging es zum Spitalhof mit kurzer Unterbrechung im Hof der Engel und weiter durch die historischen Gassen durch Schwäbisch Gmünd zu unserer nächsten Station, dem St. Salvator. Von dort hatten wir einen weiten Blick in das Stauferland mit seinen 3 Stauferbergen. Es war Mittagszeit, hier machten wir Rast. Den weiteren Weg, es ging den Berg hinauf, sind wir schweigend gegangen. An den Schöpfungstafeln haben wir unser Schweigen beendet. Hier bekamen wir Anregungen und Impulse von unserer Pilgerbegleiterin Edeltraud Liegl. Vorbei an blühenden Wiesen ging es zum Rotenbachtal. Ab jetzt teilen wir unseren Pilgerweg mit Fahrradfahrern. Es war wunderschön, entlang der Rems zu pilgern. Die Rems, das Thema Wasser, inspirierte zu einem weiteren Impuls.
Das Wetter hat auf uns Pilger Rücksicht genommen. Entweder waren die Regenwolken hinter uns, neben uns, vor uns, aber kaum über uns. Und als Lorch in Sichtweite war, schien die Sonne. Nach 13,7 km sind wir mit 31 Personen wohlbehalten in Lorch in der Stadtkirche angekommen. Ein Pilger kam aus Lorch und hat uns kurz vor Lorch wegen familiärer Verpflichtungen verlassen.
Mit 31 Pilgerinnen und Pilgern sowie Stella haben wir in der Stadtkirche von Lorch mit einer Andacht und einem Segen den Pilgertag um 17 Uhr beendet. Zum Schluss gab es den Remstalpilgerstempel.
Pilgerbegleiterinnen: Ruth Wagner-Jung und Edeltraud Liegl